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Klärungs-Katalog · Stand 6. Juli 2026 · für Harald, Chiara und Roman

Was noch zu klären ist, von kritisch bis Quick Win

Der Fragebogen ist beantwortet, das Konzept steht. Das hier ist die gemeinsame Arbeitsliste: alles Offene, sortiert nach Wichtigkeit, mit Zuständigkeit. Einfach Status setzen, Notizen dazuschreiben und am Ende an Roman schicken. Es wird nichts automatisch verschickt und nichts online gespeichert.

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Punkten geklärt. Jeder grüne Haken bringt den Förderantrag näher.
Kritisch

Ohne das kein Antrag

Diese Punkte blockieren das Förderansuchen. Sie sind wichtiger als alles andere auf dieser Seite.

Die Zusage der Übersetzerin schriftlich machen

Harald

Sie ist der sprachliche Anker des Projekts. Eine kurze schriftliche Zusage (Rolle, Umfang, Honorarrahmen) reicht für den Anfang. Mündlich zählt beim Fördergeber nicht.

Die Community-Zusage zur Kooperationszusage machen

HaraldChiara

Aus „eine Zusage aus der Community liegt vor“ muss eine benannte Organisation oder Person mit schriftlicher Kooperationszusage werden. Den Gehörlosenbund (ÖGLB) früh und offiziell einbinden, als Mitgestalter, nicht als Testimonial. Das ist zugleich Akzeptanz- und Förderbedingung.

Uni Graz vom Gespräch zum Vertrag bringen

Harald

Die Uni-Kooperation ist Pflicht für den FFG Innovationsscheck und öffnet Studio, studentische Kräfte, das bestehende Grazer ÖGS-Korpus und den Ethik-Weg. Ein Letter of Intent genügt für den ersten Antrag.

Das eine Thema wählen

AlleFokusgruppen

Der Assistent startet mit EINEM klar begrenzten Alltagsthema. Drei Kandidaten aus der Recherche: Gesundheit (Spital: Aufnahme, Entlassung, Aufklärung, passt perfekt zur Uni Graz), Amtswege (Formular-Hilfe, in Deutschland kaufen das bereits 70+ Kommunen), Verkehr (ÖBB-Störungsinfo im Dialog). Die endgültige Wahl treffen die Fokusgruppen mit, nicht der Schreibtisch.

Die Budget-Wahrheit besprechen

HaraldAlle

Die Recherche zeigt: Der ÖGS-Datenaufbau kostet 60.000 bis 100.000 Euro (mit sparsamer Bauart 40.000 bis 60.000), Testen 25.000 bis 40.000, Studio 12.000 bis 15.000, Technik nur 3.000 bis 12.000. Personal kommt obendrauf. 100.000 Eigenmittel allein reichen nicht, mit Förderung (150.000 bis 250.000) geht es. Das Team muss diese Zahlen kennen und mittragen.

Förderweg und Timing festlegen

RomanClaude

Stufenplan aus der Recherche: netidee (bis 60.000, bester inhaltlicher Treffer), FFG Innovationsscheck (braucht die Uni-Kooperation), aws AI. Einreichfristen prüfen und den Fahrplan festlegen. Harte Regel bleibt: Antrag VOR Projektstart, vorher keine Ausgaben.

Weichen

Entscheidungen vor der ersten Zeile Code

Einmal richtig entschieden, sparen diese Punkte dauerhaft Geld und Nerven.

Avatar läuft am Gerät des Nutzers, nicht am Server

Roman empfiehltTeam nickt ab

DIE Kostenentscheidung: Server-Rendering würde pro Grafikkarte 184 bis 889 Euro im Monat kosten und mit jedem Nutzer wachsen. Am Gerät gerendert kostet der Betrieb fast nichts. Empfehlung: festzurren und nie wieder anfassen.

Daten-Bauart linguistisch prüfen: Lexikon plus Vorlagen

Chiara

Wir bauen aus aufgenommenen Gebärden und Satz-Vorlagen, statt eine KI mit riesigen Datenmengen zu trainieren (die es für ÖGS nicht gibt). Das halbiert den Datenhunger. Chiara prüft: trägt diese Bauart die ÖGS-Grammatik im gewählten Thema? Referenz: 11 Stunden Video und rund 1.000 Gebärden trugen ein Jahrzehnt Forschung in der Wetter-Domäne.

MetaHuman-Lizenz lesen (die KI-Klausel)

Roman

MetaHuman ist als Avatar-Basis erste Wahl (seit 2025 frei bis 1 Million Dollar Jahresumsatz, Mimik per iPhone inklusive). Aber die Lizenz enthält eine Klausel zur KI-Nutzung, die wir vor der Festlegung im Wortlaut prüfen müssen. Ersatzweg existiert (Character Creator 5, 299 USD).

Datenschutz vorab anwaltlich regeln

Harald

Gebärdenvideos zeigen zwingend das Gesicht (es trägt die Grammatik), das sind hochsensible Daten. Zu regeln: getrennte, widerrufbare Einwilligungen (Aufnahme, Training, Veröffentlichung, kommerzielle Nutzung) und die heikle Frage, was bei einem Widerruf mit bereits trainierten Modellen passiert. Und: wem gehört der Datensatz (Vertragssache zwischen JIL, Uni Graz und Community).

Chiaras Blick auf die bestehenden Systeme abholen

Chiara

Chiara kennt die existierenden Avatar-Systeme im Detail. Ihre Einordnung (was ist an SiMAX und Co wirklich gut, was stört die Community konkret) schärft unsere Abgrenzung im Antrag. Eine Stunde Gespräch, viel Wert.

Quick Wins

Billig, schnell, hohe Wirkung

Jeder dieser Punkte ist in Stunden statt Wochen erledigt und zahlt direkt auf Antrag oder Vertrauen ein.

Uni Klagenfurt anschreiben (LedaSila)

ChiaraHarald

Das größte ÖGS-Lexikon (17.000+ Gebärden) liegt in Klagenfurt. Ein Mail klärt: aktueller Bestand, Nutzungsbedingungen, ob es eine Vereinbarung für unser Projekt gibt. Billigster Hebel der ganzen Liste.

Unser öffentliches Versprechen entwerfen

RomanClaude

Ein kurzes, öffentliches Statement: wofür SIGNVERSE Avatare einsetzt und wofür ausdrücklich nicht. Vorbild: Kara Technologies (Neuseeland). Baut Vertrauen auf, bevor der erste Prototyp existiert, und entwaffnet die bekannte Avatar-Kritik präventiv.

Leitfaden-Konformität als Antragsbaustein

RomanClaude

Der Uni-Wien-Leitfaden (2021) ist der österreichische Qualitäts-Standard für Gebärdensprach-Avatare, und seine Empfehlung Nr. 20 fordert Fördergeber auf, die Einhaltung zu prüfen. Wir sagen die Empfehlungen Punkt für Punkt zu und legen das dem Antrag bei. Kein anderes ÖGS-Projekt hat das bisher getan.

Profil auf der IÖB-Innovationsplattform

Harald

Über diese Plattform kauft die öffentliche Hand Innovation ein. SiMAX ist dort seit 2020 gelistet. Ein zweiter, moderner ÖGS-Anbieter fällt Beschaffern sofort auf. Eintrag ist kostenlos.

ORF-Gespräch anbahnen

Haraldvia Uni Graz

Der ORF produziert über 850 Stunden ÖGS pro Jahr (inklusive Wetter). Als Datenquelle nur per Vertrag nutzbar, aber das Vorbild existiert: das Schweizer Fernsehen hat sein Material für die Forschung freigegeben. Früh anklopfen, die Uni Graz ist der glaubwürdige Türöffner.

Ethik-Antrag über die Uni Graz

Chiara

Für Studien mit der Community brauchen wir ein Ethik-Votum, der praktikable Weg läuft über die Uni-Graz-Partnerschaft. Nebeneffekt: der Antrag testet, wie ernst die Kooperation wirklich ist.

Gespräche

Zweite Runde: reden statt recherchieren

Die restlichen offenen Enden sind keine Web-Recherche mehr, sondern Telefonate, Angebote und Verträge.

Angebot vom Dolmetschverband (ÖGSDV)

Harald

Es gibt keinen öffentlichen Verbandstarif, nur den amtlichen Satz (73,40 Euro/h netto ab 2026) als Anker. Für die Kalkulation: konkretes Angebot einholen, dabei auch nach tauben Dolmetscherinnen für Testleitung und Bewertung fragen (die Ausbildung dafür existiert in Salzburg).

Zugang zum Grazer ÖGS-Korpus klären

Chiara

An der Uni Graz existiert das einzige annotierte ÖGS-Korpus (50 gehörlose Muttersprachler, Team Lackner), archiviert in Nijmegen mit beschränktem Zugang. Über die Kooperation anfragen: Umfang, Bedingungen, Nutzbarkeit für unser Thema.

Hardware-Angebote einholen

Roman

Der empfohlene Studio-Stack liegt bei 12.000 bis 15.000 Euro (Anzug plus Finger-Handschuhe plus iPhone-Mimik plus Kameras plus Rechner). Listenpreise sind verifiziert, vor dem Kauf trotzdem EU-Angebote inkl. USt einholen. Kauf erst NACH Förderzusage.

Preis-Anker der Konkurrenz beschaffen

Harald

Niemand im Markt publiziert Preise (weder SiMAX noch alangu noch die Briten). Für Businessplan und Angebotslogik brauchen wir Anker, realistisch nur über Erstgespräche oder Vergleichsangebote potenzieller Kunden.

Den Beirat aufstellen

HaraldChiaraÖGLB

4 bis 6 taube Mitglieder, bezahlte Sitzungen, echte Mitsprache (Thema, Look, Freigaben). Der Beirat ist ab Monat 1 die wichtigste Struktur des Projekts und gehört schon in den Antrag (mit Budget).

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